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Tenneco Aftermarket im Interview „Gemeinsame Lagerhaltung liefert die Prognosen, die für eine verlässliche Planung und optimales Lagermanagement erforderlich sind“
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Die Lösung TecCMI („Collaborative Managed Inventory“) für gemeinsame Lagerhaltung wurde im Januar 2009 von GOLDA, dem Partner von TecCom in Frankreich, im französischen Markt eingeführt. In diesem Interview erläutern Didier Longret, Leiter Business Development Aftermarket Europa bei Tenneco, und Alexandre Mandy, Customer Service Manager Aftermarket Europa, warum TecCMI die optimale Lösung für die Prozess- und Lageroptimierung ist. |
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Didier Longret (Leiter Business Development Aftermarket Europa): Das Produktangebot heutzutage ist enorm und muss durch einen Service ergänzt werden, der eine bessere Verfügbarkeit der Zubehörteile und somit höhere Absatzzahlen sichert. Die gemeinsame Lagerhaltung setzt genau da an, da sie auf die Optimierung des Lagerflusses abzielt. Sie liefert die Prognosen, die für eine verlässliche Planung und optimales Lagermanagement erforderlich sind. Der Händler kann das in den Lagerbestand investierte Gesamtkapital und seine Transportkosten verringern. Es ist eine partnerschaftliche Beziehung. |
|  Didier Longret, Tenneco Aftermarket |
Wie funktioniert die gemeinsame Lagerhaltung? Alexandre Mandy (Customer Service Manager Aftermarket Europa): Der Händler gibt täglich Daten zum Absatz und zu Bewegungen der Lagerbestände in TecCMI ein. Die Informationsübermittlung erfolgt automatisch, standardisiert, übersichtlich und in allen Einzelheiten. Das System berechnet anschließend die optimalen Mengen für die Nachbestellung, die Anzahl der Frachtstücke und das Datum der Bestellaufgabe.
Tenneco hat bereits mehrere Jahre Erfahrung mit der gemeinsamen Lagerhaltung. Didier Longret: Ja, wir haben 2006 damit begonnen. Große europäische Distributoren haben uns ihr Interesse an diesem Service gezeigt. Diese Erfahrung ist wichtig. Die gemeinsame Lagerhaltung ist ein Instrument, das mit den Jahren immer besser wird. Die Qualität der Zusammenarbeit verbessert sich und die Daten, die über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht werden, werden immer präziser. Der Nutzen steigt mit vermehrtem Einsatz. Das System war in den letzten Jahren ziemlich erfolgreich in Europa, aber Frankreich hinkt in diesem Bereich etwas hinterher.
Handelt es sich also um ein rein französisches Phänomen? Alexandre Mandy: Durch die Größe der Unternehmen in Frankreich ist man sich hier des Wertes der eigenen Lagerbestände bereits sehr gut bewusst und die Lager sind besser geführt. Daher wird den Vorteilen der gemeinsamen Lagerhaltung weniger Beachtung geschenkt. In anderen Ländern sind es die Kunden, die mit der Anfrage auf uns zukommen, ein solches System aufzubauen. Die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr hat sehr deutlich gezeigt, dass der Lagerbestand mit Cash gleichgesetzt werden kann und dass zu große Lager blockiertes Geld darstellen.
Gibt es Vorbehalte gegenüber der gemeinsamen Lagerhaltung? Didier Longret: Die Sorge der Händler besteht darin, das eigene Lager nicht mehr kontrollieren zu können. Ziel des Lieferanten ist jedoch nicht, die Lagerhaltung des Händlers zu übernehmen, sondern eine Lösung zu finden, von der beide profitieren. Das System arbeitet vollkommen transparent auf Grundlage gemeinsam festgelegter Parameter. Der Kunde kann auf der TecCMI-Plattform jederzeit sein Profil einsehen und alles kontrollieren – es ist ein gemeinschaftlicher Austausch.
Ist TecCMI auf die Bedürfnisse des freien Ersatzteilmarktes abgestimmt? Alexandre Mandy: TecCMI ist momentan das kostengünstigste und beste Tool zur Beschaffungsplanung auf dem Markt. Es gibt zwei Möglichkeiten, wenn man in die gemeinsame Lagerhaltung einsteigen möchte: man kann entweder eine marktübliche Software kaufen oder mit einer gemeinsamen Plattform arbeiten. Die zweite Lösung ist kostengünstiger und gleichzeitig effizienter. Die Installation beim Händler ist unkompliziert. Die Software empfängt und sendet strukturierte Dateien. Verglichen mit anderen Projekten ist die Lösung TecCMI am einfachsten und sie integriert sich als logische Ergänzung in die Reihe der von Golda angebotenen Tools.
Wie kann das Prinzip weiterentwickelt werden? Didier Longret: Zunächst muss die Zahl der Nutzer steigen. Wir brauchen mehr Lieferanten, die diesen Service anbieten und auch eine ausreichende Anzahl teilnehmender Händler, ein gewisses Volumen. Alle Golda- und TecCom-Tools zielen auf die Vereinfachung von Prozessen durch die Bereitstellung gemeinsam genutzter Lösungen ab. TecCMI hat sich bewährt und funktioniert tadellos. Es ist einfach zu installieren und bringt dem Händler vom ersten Moment an Vorteile. Das Produktmanagement wird besser und wir dürfen diese Entwicklung nicht an uns vorbeiziehen lassen.
Die Fragen stellte Alain MARCEL. |